Kaffee...Anfangs ein Mysterium

25.04.2020 10:44

Kaffee spielte nie eine Rolle

Kaffee…

Für mich spielte Kaffee nie eine Rolle. Es war nie Bestandteil meines Lebens. Ich habe früher nie verstanden warum meine Eltern Kaffee tranken
oder warum Menschen in Cafes Kaffee tranken. Ein kühles Getränk bei sommerlichen Temperaturen war das was für mich zählte.
Einen Kaffee zu bestellen, gar mir selbst einen zu machen war für mich nie ein Thema. Ich gehörte immer zu der Sorte Mensch, der nicht
verstanden hat, warum Menschen sich sonntags zum Kaffee trafen und bei Kaffee und Kuchen über die Woche redeten.

Es war für mich schlichtweg ein Mysterium. Warum Menschen sich erst einmal bevor sie sich an die Arbeit machten in der Küche ihres
Arbeitsplatzes trafen um gemeinsam bei einem Kaffee einen Plausch hielten, war für mich ein Mysterium. Warum Menschen andere
Menschen zu Kaffee einluden, um wichtige Dinge zu besprechen, war für mich ein Mysterium. Warum Menschen erst einmal einen Kaffee
benötigten, um ihren Tag zu beginnen, war für mich ein Mysterium.

Mit Kaffee kam ich schon immer in Berührung. Nur trank ich ihn nie. Meine Mutter, mein Vater, so gut wie meine ganze Umgebung trank Kaffee.
Natürlich ist Kaffee noch nicht das Getränk, an das man
denkt wenn man noch als kleiner Bub über den Bolzplatz tobt und seinen Durst stillen
möchte. Auch beim Lernen später für Prüfungen, griff man zunächst zu anderen Getränken (Natürlich kein Alkohol).

Ich habe diesen -überspitzt formuliert- Wirbel um Kaffee nie verstanden.

Das erste Mal in Trieste

Bewusst trank ich Kaffee das erste Mal spät in meinen Zwanzigern in Trieste. Italienischer Kaffee war ja dann doch weltweit bekannt. Auch für
einen Kaffeemuffel wie mich.Ich trank ihn und war sehr positiv überrascht. Er war mild, er war angenehm zu trinken und er hatte einen Geschmack,
der mir so noch nicht bekannt war. Ich vergesse das Lokal nie in dem ich das erste Mal einen Kaffee bewusst genoss.

Mit leckerer Pasta und angenehmen Temperaturen, war der Kaffee urplötzlich das i-Tüpfelchen in dieser Konstellation. Doch auch danach war ich
noch nicht überzeugt und Kaffee spielte noch keine große Rolle in meinem Leben. Erst als ich bei meinem nächsten Arbeitgeber diese herrlich
großen Kaffeeautomaten sah, musste ich zugreifen. Ab diesem Tag hatte mich der Kaffee gepackt und von da an, war Kaffee ein Teil meines Lebens.

Der erste Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Wie wahr. Zumindest für den Augenblick.

Das Beisammensein mit den Kollegen und Kolleginnen bei einem Kaffee am Morgen wurde zu einem Erlebnis.

Der Kaffee mit den Eltern wurde zu einer gemütlichen Runde.

Der Kaffee mit einem Date wurde bei anfänglicher Nervosität eine entspannte Unterhaltung.

Der Kaffee an einem trüben Sonntagmorgen, die Kraft den trüben Sonntag zu einem schönen Sonntag zu verwandeln.

Warum ich so lange ohne Kaffee blieb?  

Ein Mysterium.


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