Arabica und Robusta

17.05.2020 19:39

Arabica und Robusta

Dieses Mal wollen wir in unserem Blog die beiden berühmtesten Bohnensorten, aus denen unser so heiß geliebtes Getränk produziert wird,
einmal genauer unter die Lupe nehmen: Coffea Arabica und Coffea Canephora heißen Sie in der Fachsprache und werden im Handel schlicht
Arabica und Robusta genannt. Generell ist anzumerken, dass die Kaffeepflanze an sich mehr als 60 verschiedene Bohnen hervorbringt und
sich diese beiden aufgrund ihrer olfaktorischen, gustatorischen und botanischen Eigenschaften besonders gut für den kommerziellen Kaffeehandel
anbieten. Wieso das so ist, lesen Sie hier...

Arabica und Robusta unterscheiden sich in einer Reihe von Merkmalen, wie Aroma, Anteil an Kaffeeölen, Koffeingehalt und Brüheigenschaften.
Diese alle sind bedeutsam für den Kaffeegenuss an sich, aber auch die Pflanzen unterscheiden sich in Puncto Widerstandsfähigkeit stark voneinander.

Der Arabica ist anfälliger für Hitze und Schädlinge und wächst ab 1000 Metern Höhe langsamer als der Robusta. Letzterer wiederum ist empfindlich
gegen Trockenheit und kommt eher in Küstennähe vor.

Geographisch ist der Arabica in Mittel- und im Westen Südamerikas oder der Küste Ostafrikas zu Hause, während der Robusta vor allem in Brasilien,
West- und Zentralafrika oder Südostasien vorkommt. Der Ruf des Arabica ist bei Konsumenten generell besser als der des Robusta, häufig wird auch
mit dem Prädikat „Hochlandkaffee“ für ihn geworben. Nach Marktanteil liegt der Arabica mit 60 zu 40 Prozent im weltweiten Kaffeehandel vorn.
Doch schauen wir einmal, ob man dem Robusta damit nicht unrecht tut.

Aroma und Geschmack

Die Anzahl von Aroma-Varietäten des Arabica (Koffeingehalt von ca. 0,8 bis 1,5 Prozent) ist wesentlich höher als die des Robusta (Koffeingehalt von
ca. 2 bis 4,5 Prozent) und so hat mehr oder weniger jede Anbauregion auf der Welt seine ganz eigenes Aroma-Merkmal. Arabicas können beispielsweise
ein schokoladiges, nussiges Aroma haben oder nach Beeren, Blüten oder Karamell duften. Durch den vergleichsweise hohen Anteil an Kaffeeölen, kann
er in einem 100 Prozent-Espresso schnell auch als säuerlich wahrgenommen werden, wobei er generell eher süßer und sanfter schmeckt als der Robusta.
Dessen Geschmack wiederum ist durch eine angenehme Bitterkeit geprägt, die oft noch länger im Rachenraum verweilt.

Dabei ist sein Aroma jedoch nicht so facettenreich ist wie das des Arabica, sondern eher holzig, erdig. Durch Hinzufügen von Zucker in den heißen
Kaffee kann sich jedoch auch hier ein angenehmes Karamell-Aroma bilden. Probieren Sie es doch einmal selbst aus....

Cremabildung

Um eine kräftige, kompakte und dichte Crema zu vollbringen, benötigt man einen gewissen Anteil an Robusta. Dieser verleiht dem Kaffee erst seinen Körper.
Idealerweise findet man beide in einem Blend vor, damit sich ihre geschmacklichen Charakteristika bestmöglich ergänzen, je nach Gusto des Genießers.
Nicht selten machen Hersteller ein Geheimnis aus dem genauen Mischverhältnis und geben auf ihren Packungen daher nur Näherungswerte an.

Die Freude der Wahl

Um das Rätsel um die richtige Mischung zu finden, heißt es zunächst einmal: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Kaffee ist ein Produkt,
das den Konsumenten erfreuen soll, indem es ihm ein sensorisches Erlebnis ist.
Aus diesem Grund sollte man sich erst einmal einen groben Überblick über eine größtmögliche Bandbreite von Blend-Mischungen verschaffen,
um sich für die zu entscheiden, die einen am meisten mitreißt. Kaffee ist Genuss und Geschmackssache und manchmal ändern sich Präferenzen auch.

Wir bei 40 Scudi unterstützen Sie dabei Ihren Aroma-Schatz zu entdecken.


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